Flugplatzordnung des Alb-MFC Hohenstein e.V. Ausgabe 2015
 
für den Modellflugplatz Gemarkung Hohenstein-Meidelstetten Gelände: Flurstück 888, Gewann Bloßenberg
 
1.) Vereinsfremden Personen muss die Zustimmung des Grundstückseigentümers oder sonstiger Berechtigter zur Benutzung des Geländes vorliegen. Die Zustimmung muss für die Dauer der Aufstiegs-Erlaubnis des Regierungspräsidiums Tübingen vom 21.08.1989 und 25.07.1990 (Az. 27- 22/3848.7-7) aufrecht erhalten werden. Die Bestimmungen dieser Erlaubnis sind Grundlage dieser Flugplatzordnung. Gastpiloten bedürfen der Erlaubnis des Vorstandes bzw. des Flugleiters.
 
2.) Jeder Modellflieger hat sich so zu verhalten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere andere Personen und Sachen, sowie die Ordnung des Modellflugbetriebs nicht gefährdet oder gestört werden.
 
3.) Der Modellflugbetrieb darf nur bei guter Sicht und nur zu folgenden Zeiten durchgeführt werden: Montag – Samstag: 8.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 20.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 bis 20.00 Uhr, jedoch bis längstens 30 Minuten vor Sonnenuntergang (Ortszeit).
 
3.a) Aufgrund der Feiertagsverordnung des Landes BW darf an folgenden stillen Feiertagen nicht mit Verbrenner-, Turbinen, Elektroimpellern und Druckluftschrauben sowie lauten Elektromodellen geflogen werden: Karfreitag, Fronleichnam, Allerheiligen, Totensonntag und Volkstauertag
 
4.) Bei Flugbetrieb muss ein Windrichtungsanzeiger (Windsack) aufgestellt werden.
 
5.) Der Flugsektor ist aus der angehefteten Kopie des amtlichen Lageplans (Ausschnitt) ersichtlich.
 
5a) Die Piloten sind angehalten, beim Flugbetrieb zwecks der einfacheren Kommunikation, sich zusammen an einem Punkt einzufinden. Die Punkte sind jeweils am Ende des Sicherheitszaunes und auf dem Lageplan abgebildet. Ausnahme bildet der Schleppbetrieb, der Schleuderseglerbetrieb und der Übungsbetrieb mit Helikoptern.
 
6.) Beim Flugbetrieb ab 3 Piloten ist ein Flugleiter einzusetzen. Dieser hat den Flugbetrieb zu überwachen und erforderlichenfalls ordnend einzugreifen. Es ist ein Flugleiterbuch zu führen, in dem die zeitliche Übernahme der Funktion des Flugleiters, sowie alle Unregelmäßigkeiten während des Flugbetriebs aufzuführen sind. Flugleiter ist die zuerst am Flugplatz anwesende volljährige Person mit Ausbildung in „Erster Hilfe“. 7.) Flugmodelle, die mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, müssen mit Schalldämpfern ausgerüstet sein. Der Schallpegel darf bei Volllast 78 dB (A) nicht übersteigen. Jede unnötige Lärmbelästigung ist zu vermeiden. Die Flugmodelle müssen in technisch flugsicherem Zustand sein. Das Flugmodell – mit und ohne Verbrennungsmotor – darf maximal 25 kg Gesamtgewicht haben.
 
8.) Während des Start- und Landevorgangs müssen die Start- und Landeflächen frei von unbefugten Personen und beweglichen Hindernissen sein.
 
9.) Die Flugmodelle müssen während des gesamten Fluges ständig vom Steurer (Piloten) beobachtet werden können. Sie haben anderen bemannten Luftfahrzeugen stets auszuweichen.
 
10.) Bewegliche Startgeräte (Startwinden, Umlenkrollen und andere Vorrichtungen zur Erleichterung des Starts oder zum Aufrollen der Startschnur) dürfen beim Start nicht aus der Hand gelegt werden.
 
11.) Das Anfliegen von Personen und Tieren sowie das Überfliegen von Personengruppen und Fahrzeugabstellplätzen ist untersagt. Auf brütende Vögel ist besonders Rücksicht zu nehmen. Von vorhandenen oder potenziellen Brutplätzen in den angrenzenden Hecken und Gehölzstreifen ist bei Flugbetrieb ein ausreichender Abstand einzuhalten. Es wird grundsätzlich entlang einer Achse vor dem Fangzaun geflogen
 
12.) Die Sender sind während des Betriebs mit einer Nummer des verwendeten Frequenz-Kanals enthaltenden farbigen Kennzeichnung zu versehen, die wie folgt gestaltet sein muss: a) Farbe: 27 MHz – Bereich = braun (RAL 8003) 35 MHz – Bereich = orange (RAL 2003) 40 MHz – Bereich = grün (RAL 6018) 435 MHz – Bereich = blau (RAL 5012) 2,4 Ghz Entfällt Beschriftung, Flugbucheintragung aber zwingend erforderlich
 
13.) Es dürfen nur Funkanlagen verwendet werden, die den postalischen Bestimmungen für Funkanlagen zur Fernsteuerung von Modellen entsprechen und für die eine postalische Genehmigung der Flugleitung vorgelegt werden kann. Ebenso ist der Nachweis einer Haftpflichtversicherung für Modellflugzeuge zu erbringen.
 
14.) Beim Betrieb von Funkanlagen im 35 MHz – Bereich müssen Sender und Empfänger für einen Kanalabstand von 10 KHz geeignet sein.
 
15.) Beim Betrieb ferngesteuerter Flugmodelle ist auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen der Start- und Landefläche und den Flächen für Zuschauer und Fahrzeuge zu achten. 16.) Bei Zuwiderhandlungen gegen diese Flug- und Platzordnung ist neben dem Vorstand auch der Flugleiter bevollmächtigt, nach vorheriger Ermahnung ein Flugverbot für den Rest des Tages auszusprechen, sowie vereinsfremde Personen vom Platz zu weisen.
 
Gezeichnet im Februar 2015

Der Vorstand